Vegan ohne Soja

Eigentlich haben Veganer eine sehr große Palette an Nahrungsmitteln, die man essen kann. Natürlich ohne Fleisch, Milch, Eier, Honig und all die anderen von Tieren stammenden Nahrungsmittel. Oft als Ersatz wird in der veganen Küche Soja genutzt, da es vielseitig einsetzbar ist und inzwischen fast in jedem Supermarkt zu bekommen ist – doch was macht man als Veganer wenn man eine Sojaunverträglichkeit hat?

Eine Sojaunverträglichkeit ist auf den ersten Blick ein viel größeres Problem als eine Laktoseintoleranz. Die Laktoseintoleranz kann man mit einer veganen Ernährung vollkommen lösen, da Lebensmittel mit Laktose gar nicht mehr auf dem Speiseplan stehen. Als Veganer ohne Soja wird es etwas schwerer, da eben auch viele vegane Rezepte auf Soja – oft in Form von Tofu – aufbauen.

Kann man überhaupt vegan sein, wenn man Soja nicht verträgt?

Natürlich geht das! Warum auch nicht? Kein Veganer braucht Soja um seinen Bedarf an Eiweiß zu decken, dafür gibt es genug andere Wege. Sollte bei Ihnen eine Sojaunverträglichkeit vorliegen und der Wunsch vorhanden sein, vegan zu leben, dann sollten Sie die folgenden Produkte auf jeden Fall meiden: Sojabohnen, Sojakeimlinge, Tofu, Sojadrinks, Sojapudding, Sojajoghurt, Sojasahne, Sojaeis, Sojamehl, Sojaflocken, Sojasoße und Sojaöl.

Viele Menschen haben aber gar nicht direkt gegen die Sojabohne an sich eine Unverträglichkeit, das Problem ist meistens eher das Histamin. Dies entsteht, wenn die natürliche Aminosäure Histidin durch Bakterien abgebaut wird. Bei Menschen, die Probleme mit Histamin haben, fehlen entweder die Enzyme zum Abbau des Histamins oder diese sind in ihrer Funktion beeinträchtigt. Die Folge sind Kopfschmerzen, Hautrötungen, Bauchschmerzen oder Durchfall.

Was soll man also essen?

Die vegane Küche kennt viele Alternativen zu Soja, mit denen man seinen Bedarf an Eiweiß locker decken kann: Versuchen Sie es doch mal mit Erbsen und Linsen, auch Reis- und Haferdrinks sind eine gute Alternative. Ebenso eine gute Wahl sind Walnüsse, Paranüsse, Cashewnüsse, Kürbiskerne, Sonnenblumenkerne und andere Samen, da diese viel natürliches Eiweiß enthalten. Als Fleischersatz, der eben nicht aus Soja besteht, gibt es ebenso viele Alternativen: Lupinenprodukte sind das Stichwort. Auch Humus als Brotaufstrich oder Lupineneis zum Dessert sind eine leckere Wahl! Ferner ist auch Seitan eine Alternative, die man jedoch gut würzen und marinieren muss. Der Speiseplan freut sich aber und Ihre Sojaunverträglichkeit wird sich nicht mehr melden!

Viele der Kochbücher hier auf unsere Seite enthalten ebenso Rezepte, die ganz ohne Soja auskommen. Einige Rezepte enthalten zwar auch Tofu, den können Sie aber – wie Sie gerade gelernt haben – notfalls auch durch Lupine oder Seitan ersetzen. Sie wissen nicht, mit welchem Buch Sie mit dem Kochen anfangen sollen? Dann werfen Sie doch einen Blick in “Vegan Daily” oder “Vegan: Tut gut – schmeckt gut!” – Sie werden sicherlich etwas finden, was Sie gleich kochen wollen, da sind wir uns sicher!

Halten Sie auch einfach an den folgenden Grundsatz: Halten Sie Ihre Ernährung so naturbelassen wie nur möglich. Sie müssen keine verarbeiteten Produkte essen, viele vegane Rezepte bauen auf ganz einfachen und grundlegenden Zutaten auf, die zusammen ein wirklich leckeres Essen ergeben. Mit all unseren Tipps hier auf dieser Seite sollte es nun wirklich kein Problem mehr sein, ohne Soja ein veganes Leben führen zu können.

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